der Ring des Nibelungen Ein Ring, der Leiden schafft
über Brautnahmen, Liebesleid und Ehen im Leben und Werk Richard Wagners

A Ring, that makes you suffer...
A book about marriage, love-affairs and -suffering in the
live and art of Richard Wagner

 
 
Wagner hatte (mindestens) drei Probleme, die ihn sein Leben lang beschäftigten:

- Frauen, die er gerne hätte haben wollen, die er aber nicht bekam.
- Eine Gesellschaft, die ihn nicht verstand.
- Geld, das ihm fehlte.

Dabei handelt es sich um drei Problempunkte, die sich erheblich auf die Gestaltung eines konventionellen, nach bürgerlichen Maßstäben organisierten zwischengeschlechtlichen Zusammenlebens auswirken können und die im Falle Wagners das Eheglück erheblich behinderten.

Wagner sah sich im 19. Jahrhundert von einer Gesellschaft umgeben, die das lieblose Zusammenleben von Mann und Frau in der Ehe akzeptierte und sanktionierte. Er selbst wurde im Laufe seines Lebens mit mehreren solchen Verbindungen folgenschwer konfrontiert.
Die direkte Involvierung Wagners in eheliche Extremsituationen und Missverhältnisse könnte erklären, warum er sich immer wieder mit dem lieblosen Zusammenleben von Mann und Frau auseinander setzte und die unterschiedlichen Beweggründe hierfür (Lust, Zwang, Machtdünkel) sowie das daraus resultierende Leid und Unheil im Werk abbildete.


Ein Buch für alle Wagner-Liebhaber, Opernfans und opernbegeisterte Eheleute...

 

 

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Ein Ring, der Leiden schafft

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

"Die verkaufte Braut" als Motiv

"Die verkaufte Braut" als Oper

Brautnahme, Brautraub und Folgen in der Walküre

Die Rache der geraubten Braut im Schlafgemach

Brünnhilde, Ausnahme-Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft

Tauschaktionen im Rheingold

Der Brautpreis - Die Mitgift

Statt Brautpreis: die Probe

Stellung und Ansehen der Braut historisch

Frau und Patriarchat im 19. Jahrhundert - Sexualität und Ehe

Geld: der Wunscherfüller der Frau in den Händen des Mannes

Scheidung im 19. Jahrhundert - oder wie man den Ring, der Leiden schafft, wieder los wird ...

Die Braut als warenmäßig verfügbares Objekt im Besitz des Mannes

Die Lust des 'untenstehenden' Mannes an der 'höheren' Frau

Sinnhaftigkeit oder Sinnlichkeit - das Thannhäuser-Syndrom

Freier Mensch und freie Triebe in einer Welt aus Wille und Vorstellung

'Bräute' im Ring:

Bräute, die man fangen muss: Die Rheintöchter

Die verpfändete (zum Scherz verkaufte) Braut: Freia

Eine unbekannte, mit Zwang verkaufte Braut: "Ein trauriges Kind"

Die von Schächern geschenkte, mit Gewalt genommene und im Zwange gehaltene Braut: Sieglinde

Die durch Liebeszauber bezwungene Braut: Erda

Die durch Gold verlockte Braut: Hagens Mutter (Grimhild)

Brünnhilde - Die vom Vater an den Erstbesten verschenkte Braut als Gedankentat

Die betrogene und getäuschte Braut

Die um einen Helden buhlende Braut: Gutrune

Überblick über die verschiedenen Brautnahmen im Ring

Der Brauthandel im Fliegenden Holländer - Der Vollzug des Brauthandels - Die Disposition der Braut - ein treues Kind ?

Die Braut als Preis in den Meistersingern - Sangeswettkampf um eine Braut- Anforderungen an den Bräutigam - Sachs' Brautverzicht und "Lenzes Gebot"

Die Brautnahme im Tristan

Elsa von Brabant: die sich selbst anbietende Braut im Lohengrin

Statt Frauenkauf - debitorischer Luxus

Alberich: Macht und Lust statt Liebe

Ein Blick in Wagners Biographie und Jugendwerk - Das Liebesverbot

Wagners erste Erfahrungen mit (verkauften) Bräuten

Die Ehe in Leben und Werk

Der Zustand der Ehe - Reiz oder Langeweile?

Wagners Ehe mit Minna

Mathilde Wesendonck

Cosimas Ehe mit Hans von Bülow

Wagners Ehe mit Cosima

Moral und Ehe

Wotan und die Ehe

Vom "willkürlichen Irrthume der Liebe" und "nothwendigen Wechsel"

Gesetzesfreie Liebe oder Scheidung?

Kaputte Ehe, kaputte Kinder, kaputte Welt

Auf der Suche nach der optimalen Eheform - serielle Monogamie oder legale Bigamie?

 

...SOLLTEN Sie sich auch für den Kollegen Verdi oder das Thema Opernübersetzung interessieren oder zufällig Dramaturg oder Opern-Regisseur sein, dann sei Ihnen auch dieses Buch ans Herz gelegt:
"La Traviata - verführt, verirrt, oder vom rechten Weg abgekommen? Über die wahren Schwierigkeiten beim Übersetzen italienischer Opernlibretti ins Deutsche"
Autor: Arthur Micke
ISBN 3932388-03-8 , 193 Seiten
Hier erhalten Sie einen Einblick in dieses interessante theaterwissenschaftliche Werk sowie Informationen zur Bestellung desselben.